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Eine
winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder
Gerechtigkeit für Serbien.
"Schon lange, nun fast vier Jahre lang, seit dem Ende des Krieges in
Ostslawonien, der Zerstörung von Vukovar, seit dem Ausbruch des Krieges in
Bosnien-Herzegowina, hatte ich vorgehabt, nach Serbien zu fahren." Mit
dieser Feststellung beginnt Handkes Erzählung einer Reise nach Serbien, während
derer er sich durch eigenen Augenschein ein Bild von Land, Landschaft und Leuten
in Serbien machen wollte. Im Fortgang des Berichts zeigt sich, daß dieses
Vorhaben alles andere als ein einfaches ist: Die Berichterstattung in den Medien
hat selbst die Möglichkeit, die dortige Realität wahrzunehmen fast unmöglich
gemacht. Folglich ist Peter Handke genötigt, sich den Dingen auf seine, ihn
kenn- und auszeichnende Weise zu nähern: als Erzähler.Peter Handke, geboren
1942 in Griffen, Kärnten, lebt in Frankreich. Zuletzt erschien: 'Mein Jahr in
der Niemandsbucht'. Mit seinem Aufsatz 'Gerechtigkeit für Serbien. Eine
winterliche Reise an den Flüssen Donau, Save, Morawa und Orina' erregte Handke
Anfang 1996 erhebliches Aufsehen.
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